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Wie Shakira um die Mauer blickt

Das Fürstenauer Unternehmen Molton Markt liefert Vorhang für Greenscreen Technik
(ein Beitrag von Eva Köbbemann)
giraffada-setfoto_1000Köln/Fürstenau. Wie bekommt man eine Giraffe dazu, um eine Mauer im Gazastreifen zu blicken? Ganz einfach. Mit der Greenscreen-Technik. Den riesigen grünen Vorhang, der dafür benötigt wird, lieferte die Firma Molton Markt aus Fürstenau.
Die Greenscreen- oder auch Bluescreen-Technik ist ein Verfahren, das vor allem in Filmen und Nachrichtensendungen genutzt wird. Sie ermöglicht es, Gegenstände, Personen oder in diesem Fall eine Giraffe, nachträglich vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine reale Filmaufnahme oder eine Computergrafik enthält. Schlüsselfarbe für den Hintergrund ist entweder blau oder grün. Über die Frage, ob grün oder blau den besseren Effekt erzielt, gibt es unterschiedliche Ansichten.
Auch in dem Film „Giraffada“ der Produktionsfirma Heimatfilm, wurde diese Technik verwendet. Das Unternehmen entschied sich in diesem Fall für einen grünen Hintergrund. In dem Film, in dem die Giraffe nun um eine Mauer blicken soll, geht es um den Nahost-Konflikt. Ein Junge entführt eine Giraffe, weil er einen Gefährten für seine einsame Giraffe sucht, die nach dem Verlust ihres Partners trauert. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten.
Weil der Aufwand und der Stress für die Giraffe einfach zu groß gewesen wären, drehte die Produktionsfirma die Szenen mit dem Tier in den NRW Medienparks in Köln-Hürth. Dort wird übrigens auch die Sendung „Switch reloaded“ aufgezeichnet. Die anderen Teile des Films wurden in Israel produziert. Die Dreharbeiten mittlerweile abgeschlossen.
Nun stellt sich die Frage, wie genau hat der Regisseur Rani Massalha denn nun die Giraffe in Köln-Hürth vor einen Hintergrund im Gazastreifen bekommen?
Die Giraffendame Shakira und ihre Bewegungen wurden hierzu in dem Kölner Studio vor einer gut ausgeleuchteten grünen Hintergrundfläche, genauer gesagt, einem 45 Meter langen und zehn Meter breiten grünen Vorhang, aufgenommen. Der eigentliche Hintergrund aus Israel wird schließlich mit dem Film der Giraffe kombiniert. Dieser Vorgang heißt im Fachjargon als Stanzen.
Weil eine Giraffe bekanntermaßen ziemlich groß ist, reichte in diesem Fall keine normale Greenbox aus, die in der Regel nur wenige Meter hoch und breit ist. Deshalb musste ein riesiger grüner Vorhang her und den lieferte die Firma Molton Markt aus Fürstenau. „Eine so große Menge Molton habe ich noch nie verkauft“, sagte Guido Roling, Geschäftsführer der Firma Molton Markt. Und riesig heißt in diesem Fall auch riesig: Die Mitarbeiterinnen der Näherei, mit der Roling zusammenarbeitet, mussten zahlreiche Bahnen des grünen Stoffes aneinander nähen. Seit 2001 gibt es die Firma, deren Sitz in Fürstenau ist, und die von ihren Geschäftsräumen in Freren aus Bühnenmolton nach ganz Europa ausliefert.
Bei Molton handelt es sich um ein Baumwollgewebe, das häufig als Vorhang im Veranstaltungsbereich verwendet wird. Besondere Eigenschaften des Stoffes sind, dass er beidseitig angeraut ist, Licht und Schall absorbiert sowie schwer entflammbar ist.
Der Film wird voraussichtlich in diesem Jahr zu sehen sein.
Weitere Fotos zu den Dreharbeiten finden Sie auf der Seite des Produzenten: Heimatfilm GmbH & Co. KG

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